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Praktikumsbericht Südtirol

Unser Bericht über unser Auslandspraktikum in den Gemeinden St. Martin und Riffian im Passeiertal (Südtirol-Italien) Zeitraum: 04.05.2015 – 22.04.2015

Es gibt viele Unterschiede zwischen Südtirol und Deutschland in der Verwaltung, ebenso wie in der Kultur:

  • Große Unterscheidungen von Gesetzesinhalten (Die italienischen Gesetze sind oft schon sehr alt.)
  • Werbesteuer gibt es in Deutschland nicht, in Südtirol schon
  • Das Siezen wird in Italien nicht selbstverständlich angewandt, hier verwendet man vor allem das „DU“, z. B. immer „griasde“ zur Begrüßung und „pfiade“ zur Verabschiedung
  • In Südtirol werden immer Kaffeepausen abgehalten und Mittagspausen dauern mindestens 1 Stunde
  • Amtssprache in Südtirol ist Italienisch und Deutsch (2 Amtssprachen, d. h. alle Bescheide und Dokumente müssen in diesen beiden Sprachen verfasst werden)
  • In Südtirol sind fast alle Arbeitsprogramme in italienisch
  • In Südtirol/Italien bekommt man von Geburt an eine Steuernummer (innerhalb von 10 Tagen muss das Kind, aufgrund der Steuernummer zur Identifikation, registriert werden)
  • Der Geburtsname der Südtiroler bleibt ein Leben lang der Wichtigste. Dies gilt auch, wenn eine Frau heiratet und den Namen ihres Mannes annimmt
  • In Deutschland sagen wir „Ja“, in Südtirol sagt man zu Ja „Hoh“
  • In fast jeder Gemeinde in Südtirol gibt es einen Dorfpolizisten
  • Der Gemeindesekretär kann auch zusätzlich die Funktion als Notar übernehmen

Unser Fazit:

  • Eine schöne Zeit endet nun und wir blicken dankend zurück. So viele schöne und spannende Erfahrungen durften wir während unseres Praktikums erfahren. Die Arbeit in den Gemeinden St. Martin und Riffian war sehr interessant und ganz anders als wir sie uns vorgestellt hatten.
  • Der Umgang mit Menschen ist hier sehr offen. In Italien hat man, im Vergleich zu Deutschland, keine Berührungsängste.
  • Die Natur in Meran und im Passeiertal ist wunderschön, davon werden wir am meisten die Palmen vermissen.
  • Ferner konnten wir unsere Italienischkenntnisse etwas verbessern. Den Südtirolerdialekt hingegen konnten wir uns leider nicht so sehr annähern.
  • Vielen Dank an unsere Berufsschule insbesondere an Frau Vier.

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