Berufsschule für
Rechts- und Verwaltungsberufe

Ausstellung Bücherverbrennung

Die Bücherverbrennung 1933

Im Frühjahr 1933 loderten Scheiterhaufen in München, Nürnberg, Würzburg, Erlangen, Regensburg. Nationalsozialistische Studenten verbrannten die Werke bedeutender Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler, z.B. von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner und Sigmund Freud.

Diese „kulturelle Gleichschaltung“ war ein weiterer Schritt in die Diktatur, an dessen Anfang die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 stand. Die neuen Machthaber erstellten „schwarze Listen“ mit „entarteter“ Literatur, die aus Buchhandlungen und Bibliotheken verschwinden mussten. Unerwünschte Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler wurden verfolgt, in „Schutzhaft“ genommen, mussten das Land verlassen oder kamen in Lagern um.

Zum Gedenken an die Bücherverbrennung hat Herr Biallowons in der Aula der Berufsschule im Mai eine Plakatausstellung organisiert. Mit „Laufzetteln“ ausgestattet konnten sich die Schülerinnen und Schüler anhand der ausgestellten Plakate darüber informieren. Im Anschluss wurde das Thema im Unterricht besprochen, um diesen Teil der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Außerdem bestand die Möglichkeit, mit den Schülerinnen und Schülern „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor zu lesen, ein kurzer Briefroman über das Ende einer Freundschaft aufgrund der NS-Herrschaft. Eindrucksvoll wird hier die Kraft von Worten demonstriert.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Biallowons für die Organisation und allen interessierten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften.

München, 31. Mai 2017

 

Cornelia Dietl

 

Erich Kästner

Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen,
mich lässt die Heimat nicht fort.
Ich bin wie ein Baum, der in Deutschland gewachsen,
wenn's sein muss in Deutschland verdorrt.

 

Quelle:

http://www.hdbg.de/gfh/geschichte-frei-haus_themen_buecherverbrennung.php

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