Berufsschule für
Rechts- und Verwaltungsberufe

Gedenktag "10. Mai 1933 - Bücherverbrennung"

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der nationalsozialistischen Machtübernahme, beteiligten sich 50.000 Münchnerinnen und Münchner an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz.

Dabei wurden auf einem Scheiterhaufen Bücher von Autoren wie z.B. Bertold Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner , Anna Seghers, Vicki Baum verbrannt, die zuvor durch die Nationalsozialisten für "undeutsch" erklärt worden waren. Bereits ab März 1933 wurden in Deutschland und später in den besetzten Ländern Bücher und Bibliotheken verbrannt und vernichtet.

Dem folgte die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung von Städten und Ländern.

Zum Gedenken an die Bücherverbrennung und der damit verbundenen Zensur haben Herr Biallowons und Herr Henn in der Aula der Berufsschule am 10. Mai für eine Woche eine Plakatausstellung organisiert. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei die Möglichkeit sich anhand der ausgestellten Plakat über den Ablauf der Bücherverbrennungsaktion 1933, deren politischen Hintergründe und die betroffenen Autorinnen und Autoren zu informieren.

Im Klassenverband wurde dann im Fach Deutsch bzw. Religion/Ethik die Gelegenheit wahrgenommen, sich über ausgesuchte Autorinnen/Autoren anhand von Textauszügen aus deren Romanen bzw. Gedichte weiter zu informieren.

Außerdem war es für viele Schülerinnen/Schüler interessant, mithilfe des Internets nachzuforschen, welche Wege die Autorinnen/Autoren, die ins Exil verbannt wurden, gingen.

Eine weitere Aufgabe war es nachzuforschen, ob auch in der Zeit nach der national- sozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland oder in anderen Ländern Bücher, andere Presseerzeugnisse bzw. Medienereignisse verboten bzw. zensiert wurden oder werden.

Herr Henn und Herr Biallowons dankt allen Kolleginnen/Kollegen, die es ermöglichten, dass die Klassen die Ausstellung besuchen und das Thema im Unterricht aufgreifen und diskutieren konnten.

 

München, 31. 05.2016

 

Andreas Henn

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